Der von Heinz Grill von 1988 an entwickelte geistige Schulungsweg ist unter verschiedenen Namen bekannt geworden. Ursprünglich von ihm als ”Yoga aus der Reinheit der Seele“ benannt, spricht Heinz Grill ab etwa 1999 auch vom ”neuen Yogawillen“.
Im Sinne der von Heinz Grill auch als ”Individuation“ bezeichneten Selbstwerdung lernt der ganz aus dem eigenen Ich schöpferisch wirksam werdende Mensch, sein Bewusstsein und damit die Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens frei von Ängsten und Bindungen zu gebrauchen und so sein Leben von innen heraus zu gestalten und zu meistern.
Aus dieser neu gewonnenen Freiheit heraus beginnt er sein Leben immer mehr gemäß den zeitlosen Idealen des karma-yoga (Yoga der selbstlosen Handlung), bhakti-yoga (Yoga der verehrenden Hingabe an das Leben), jnana-yoga (Yoga der Erkenntnis und Unterscheidung) zu ordnen und erlebt, wie er dadurch eine verwandelnde und gebende Kraft für andere in das Leben hineintragen kann.
Der Weg dieses Yoga führt daher nicht im Sinne einer ”Selbsterlösung“ aus dem Leben heraus, sondern über die Erfüllung des individuellen Lebensauftrages als eine Gabe aus dem eigenen Wollen des Selbst immer tiefer in das Leben hinein.
Einige wesentliche Grundgedanken des geistigen Schulungsweges sind im folgenden kurz dargestellt:
- Der Gegensatz von Sukzession und Individuation
- Der Weg von oben nach unten
- Die Synthese zwischen Geist und Welt
Von Heinz Grill selbst wurden das Schulungsprinzip, die Vorbedingungen und Vorrausetzungen des geistigen Schulungsweges ausführlich beschrieben in: ”Orientierung und Zielsetzung des Yoga aus der Reinheit der Seele“. Diese Broschüre können Sie sich auch hier als PDF herunterladen.
Der Begriff des neuen Yogawillens wurde erstmals geprägt von Rudolf Steiner in einem Vortrag vom 30. November 1919; (enthalten in: Rudolf Steiner Gesamtausgabe Nr. 194 ”Die Sendung Michaels“)